Wassersysteme mit Legionellen-Risiko

PKA

Risiko-Beurteilung 

KüwAB Legionellen-Risikobeurteilungsmatrix

Die KüwAB Legionellen-Risikobeurteilungsmatrix ist ein unverzichtbares Hilfsmittel zur systematischen Evaluierung von potentiellen Risiken und Schwachstellen in Bezug auf die Minimierung von Legionellen und zur Verhinderung einer Legionärskrankheit.

Relevante Faktoren und Prozesse


Dabei werden Faktoren welche einen signifikanten Einfluss auf Legionellen, respektive eine Legionellose haben, unterschiedlich gewichtet. Im Kühlwasserbereich werden 40 relevante Faktoren untersucht, im Trinkwasserbereich 20 Faktoren.

Zusätzlich werden 8 wichtige Prozesse, die mit der Kühlwassersystembehandlung oder mit dem Trinkwassersystem zusammenhängen, detailliert betrachtet (Auditierung).



Ampelsystem zeigt Handlungsbedarf


Dank der ausgewiesenen Anzahl Punkte und dem „Ampelsystem“ grün/gelb/rot ist der Kunde sofort in der Lage, Handlungsbedarf zu erkennen und sich über jede erzielte Verbesserung zu freuen. Je höher die Punktzahl, desto sicherer das System und desto kleiner die Gefahr einer auftretenden Legionärskrankheit.

Kontakt 

Wir kommen gerne bei Ihnen vorbei. Nutzen Sie diese Gelegenheit um einen ersten Überblick zu erhalten und fordern Sie ein konstruktives und lösungsorientiertes Gespräch an.


Mehr über uns

Wassersysteme mit Legionellen-Risiko

  • Leitungswasser / Trinkwasser *
  • Kühltürme
  • Warmwassersysteme, insbesondere Duschen
  • Schwimm-, Sprudel-, Thermalbäder, Whirlpools
  • Luftbefeuchter
  • Sprinkleranlagen
  • Klimaanlagen
  • Autowaschanlagen
  • Wasseraufbereitungsanlagen (z.B. Wasserenthärter)
  • Beatmungsgeräte, Inhalationsgeräte
  • Hochdruckreiniger
  • Gewächshäuser mit Sprühnebelbefeuchtung

* Die für die Trinkwasserdesinfektion erlaubte Konzentration von Chlor (≤ 0,1 mg/l freies Chlor) genügt nicht, um Legionellen abzutöten.

Was sind Legionellen?


Legionellen sind im Wasser lebende, stäbchenförmige Bakterien, die durch eine oder mehrere Geisseln beweglich sind. Sie sind als potenziell humanpathogen anzusehen, da sie via Aerosole in die Lunge gelangen können. Zurzeit kennt man über 50 Arten und mehr als 70 Serogruppen.



Faktoren, die das Legionellen-Wachstum in Wassersystemen fördern

  • Wassertemperatur
  • Stagnierende Bedingungen
  • Organische und anorganische Ablagerungen, z.B. Mikrobiologie, Schlamm, Härteablagerungen, Korrosionsprodukte.
  • Biofilme, sowie Legionellen-Interaktion mit anderen Mikroorganismen und Protozoen (unter Protozoen versteht man alle einzelligen Lebewesen mit einem echten Zellkern).

Glücklicherweise vermehren sich Legionellen auch unter Idealbedingungen «relativ langsam»: Die Verdoppelungszeit beträgt etwa 4 Stunden.



Symptome einer Legionärskrankheit

Die für die Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Art ist die Legionella pneumophila. Sie ist der Erreger der Legionellose oder Legionärskrankheit, einer Art Lungenentzündung und wird durch Inhalation von kontaminierten Aerosolen übertragen. Die Serogruppe 1 ist mit circa 80% aller erkannten Erkrankungen assoziiert.

Die ersten Symptome wie
  • Fieber, Schüttelfrost, Appetitverlust, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen
  • Trockener Husten, Durchfall, Blut im Auswurf, Verwirrtheit
einer Legionellose zeigen sich normalerweise innerhalb von 2 bis 10 Tagen nach der Ansteckung.

Legionellen werden auch mit Krankheiten wie dem „Befeuchter Fieber“ oder dem Pontiac Fieber in Verbindung gebracht. Darüber hinaus können sie in seltenen Fällen auch Infektionen ausserhalb der Atemwege wie Wund-, Herzinnenhaut- und Nierenbeckenentzündungen verursachen.

Seit Jahren werden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) circa 500 an Legionellen erkrankte Personen gemeldet. Tendenz ist steigend; im Jahr 2016 gab es erst 365 Fälle! Es dürfte eine hohe Dunkelziffer existieren. Obschon eine frühzeitige Diagnose und Behandlung mit Antibiotika das Risiko zu sterben erheblich senkt, sterben im Durchschnitt trotz Antibiotika-Behandlung ungefähr 10% der Erkrankten.